Im Untergeschoss der Villa Winter gibt es viel zu sehen. Einige Räume sind auch begehbar. Der Blick durch die gefühlt 100 Jahre alte Türe auf den gigantischen Kamin im Wohnzimmer von Gustav Winter lässt einem schon den ein oder anderen Schauer über den Rücken laufen …

Das Wohnzimmer selbst ist insbesondere eines: überdimensioniert. Hier hätte gut und gerne eine ganze Kompanie Platz gefunden. Der gut drei Meter breite, zwei Meter hohe Kamin wäre mit Sicherheit der Mittelpunkt des gut 6-8 Meter hohen Wohnzimmers gewesen. Er wirkt, wie frisch eingebaut – an den Steinen des Kaminsims ist kein Makel zu erkennen.

Von der Decke hängt ein altes Stromkabel – links neben den Getränke-Vorräten schläft einer der Hausbewohner auf einer alten, schmutzigen Matratze.

Hier stößt der Kamin durch das Dach der Villa Winter.

Die Bodenfließen sind übrigens absolut original. Sie erinnern an Marmor, dürften aber aus Italien oder vom spanischen Festland stammen. Vielleicht wurden sie auch aus Deutschland importiert – aber das wäre pure Spekulation.

Die Küche wurde notdürftig Stück für Stück abgebaut und steht wie noch nie benutzt noch an ihrer originalen Stelle. Auf der anderen Seite der Küche ist ein Abgang in den Keller – wohlgemerkt der einzige, den wir bei unseren Besuchen erkennen konnten. Er ist nicht versperrt und wirkt für die damalige Zeit als absolut normal, da die Nahrungsmittelvorräte auf Fuerteventura aufgrund der Hitze immer im Keller gelagert wurden – vorausgesetzt, man hatte einen und das wiederum zeigt, wie aussergewöhnlich diese Villa war. Sie ist komplett unterkellert, wie uns der Hausverwalter versichert hat. Unter der Küche befinden sich also noch mindestens 2 Geschossebenen, die nicht zugänglich sind.

Typisch für das Untergeschoss der Villa Winter sind aber auch verschlossene Türen, die verschlossen bleiben.

Die Elektrik wurde nie aktualisiert und befindet sich ebenfalls noch im Originalzustand.

Selbst die Terrassentüre gleicht von den Dimensionen her denen eines Schlosses. Die Fensterscheiben sind von Außen von ungebetenen Besuchern im Laufe der Jahre beschmiert worden, so dass man hier hunderte Handschriften ausmachen kann.

Die Terrasse selbst ist mehrere 100 Quadratmeter groß und besitzt noch weitere Semente, die aktuell zur Haltung von Tieren genutzt werden. Sie reichen aber alle bis zur Erde und besitzen Räume darunter, die alle samt nicht zugänglich, weil von Außen zugemauert sind. Wenn man sich dann vorstellt, wie groß der dazugehörige Keller sein muss, so fragt man sich schon, wie teuer das Ganze – gerade zur damaligen Zeit – gewesen sein muss.


Bitte hinterlasse einen Kommentar