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Obwohl sie geografisch näher am afrikanischen als am europäischen Festland liegen, gehören die kanarischen Inseln oder auch einfach nur Kanaren genannt, zu Spanien. Die Atlantikgruppe besteht aus sieben bewohnten Inseln: Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera und El Hierro.
Die Kanaren – vom Höllenfeuer zum Urlaubsparadies
Die Kanaren haben alle einen vulkanischen Ursprung. Über viele Millionen Jahre häuften Eruptionen im Atlantik Lava an, die sich vor gut 20 bis knapp 3 Millionen Jahren an der Wasseroberfläche als Inseln gestaltete. Die vulkanische Landschaft bestimmt auch heute noch das Bild der Inseln und zieht mit ihrer rauen Schönheit jährlich die Touristenströme in die Urlaubsparadiese. Hinzu kommt, dass das Klima durch eine Mischung von subtropischer Wärme und kühler Atlantikfrische ganzjährig angenehm zwischen 17 und 25 Grad Celsius liegt.
Durch die vulkanische Entstehung der Inseln und einer nicht vorangegangenen Abtrennung vom Festland hat die Flora der Kanaren eine Sonderstellung und ist keinem Festland dieser Erde voll zuzuzählen. Gleichzeitig haben sich auf einigen Inseln starke Erhebungen gebildet und somit eine Vielzahl von Klimazonen geschaffen. Ein gutes Viertel aller Pflanzenarten der Kanaren kommt ausschließlich hier vor und ist nirgendwo sonst zu finden. Dieselbe Ursprungsgeschichte ist dafür verantwortlich, dass es auf der Inselgruppe keine natürlichen Säugetiere gibt. Die Fauna besteht hauptsächlich aus Vögeln, Reptilien und Meeresbewohnern. Die größte Echse der Region lebt auf El Hierro. Die so genannte Lagarto Gigante kann bis zu 75 cm lang werden und steht als Urzeittier seit Mitte der 70er Jahre unter Naturschutz.
Ein Archipel – viele Gesichter
Teneriffa ist die größte der Inseln und bietet einer Vielzahl von Aktivitäten und Ausflugsmöglichkeiten. Vor allem ist die Insel auch durch ihr Gebirge im Inneren unter Wanderern beliebt. Der höchste Berg ist der Teide mit 3.718 Metern, zu dem ein Wanderweg hinaufführt, jedoch ist vor allem der letzte Abschnitt eher etwas für erfahrene Wanderer, da sowohl das Terrain als auch die Wetterbedingung zeitweise fordernd sein können. Alternativ führt eine Seilbahn bis auf gut 3500 Meter und verschafft auch für Tagesausflügler einen einmaligen Blick über de Insel.
Fuerteventura ist ein Paradies für alle Wassersport- und Wüstenliebhaber. Die karge Landschaft der Insel verschafft ein einmaliges, naturverbundenes Gefühl von Freiheit und Weite. Die Küstenlinie bietet sowohl dramatische Steilküsten als auch weißen Bilderbuchstrand mit endlosen Dünen. Durch die gleich bleibenden Winde ist Fuerteventura sehr beliebt für Wind- und Kitesurfer als auch für Wellenreiter.
La Gomera ist nach El Hierro die Kleinste, der bewohnten Inseln der Kanaren. Die Besonderheit der gerade mal im Durchmesser 25 km großen Insel ist ihr Nationalpark Garajonay. Neben den riesigen Farnen und Flechten bewachsenen Bäumen gibt es hier einen subtropischen Lorbeerwald. Er gehört weltweit zu den Wenigen, die die letzte Eiszeit überlebt haben. Ein Grund, warum der Nationalpark auf der Liste des Weltnaturerbes der UNESCO steht.
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