Die hauptsächliche Funktion des Bergbaus ist das Finden und Gewinnen von Bodenschätzen, vor allem Metallerze, Steinkohle, Braunkohle, Kalisalz und Steinsalz, aber auch Edelsteine, Steine und Erden, sowie Erdöl, Erdgas und auch Torf.
Dem eigentlichen Bergbau geht die Suche nach den Bodenschätzen, die Prospektion voraus. Die gefundenen Lagerstätten werden dann durch die Exploration hinsichtlich ihrer Güte und ihres Umfangs geprüft. Hierzu werden unter anderem Bohrungen, aber auch Probeschächte und Schürfgräben verwendet. Liegen die Bodenschätze in geringer Tiefe, werden sie im Tagebau abgebaut, liegen sie tiefer, in einem Bergwerk, sofern die Bodenbeschaffenheit dies erlaubt.
Ein Bergwerk wird zuerst durch Schächte und Stollen erschlossen. Auf der Tiefenebene der abzubauenden Bodenschätze werden dann nach Möglichkeit in Gestein, das keine Bodenschätze führt, Sohlen in verschiedene Richtungen gegraben, die mit vertikalen Schächten verbunden werden.
Durch die Vorrichtung werden die Lagerstätten der zu gewinnenden Bodenschätze in Abschnitte eingeteilt. Die gesamten Bauten der Grube müssen dabei wichtige Zwecke erfüllen. Dazu zählt vor allem die Wetterführung, darunter wird die Zuführung frischer Luft und die Abführung gefährlicher Gase und Substanzen verstanden. So kann eine Kohlenstaubexplosion nicht nur unmittelbare Schäden verursachen, sondern durch die Anreicherung der Luft durch Kohlenmonoxid auch zur Erstickung führen. Weiterhin muss eine beständige Wasserhaltung bestehen, damit die Grube nicht absäuft. Hierzu muss Wasser entweder abgesperrt oder abgeführt werden. Durch das beständige Eindringen von Grundwasser würde eine Grube anderenfalls in kurzer Zeit voll laufen.
Außerdem müssen natürlich Anlagen zur Förderung der Mineralien und des Materials vorhanden sein, die in der heutigen Zeit in hohem Maße auf technisiert und mechanisiert sind. Für den Abbau kommen Kettenförderer, Bagger, Bandförderer, Bohrwagen, und Kohlehobel zum Einsatz, außerdem bedient man sich der Sprengung. Für den Abtransport sind in erster Linie Förderbänder und Grubenbahnen im Einsatz, die ihrerseits meist automatisiert sind oder aber zentral gesteuert werden. Außerdem muss der Transport der Grubenarbeiter und des Arbeitsmaterials in die Grube gewährleistet sein, wofür in erster Linie Grubenaufzüge verwendet werden. Die geförderten Bodenschätze werden zumeist durch Schächte in Förderkörben über Tage gehoben.
In großen Tagebauen kommen zum Abbau meist Abraumbagger zum Einsatz, während der Abtransport durch Eisenbahnen oder Lastwagen, die bei tief ausgebaggerten Tagebauen oft auf in Serpentinen verlegten Straßen fahren, vorgenommen wird.
Aufgrund der Härte des bergmännischen Berufs wurden zahlreiche Vergünstigungen und Privilegien für Bergleute geschaffen, so die Bergmannsrente, die eintritt, wenn der Bergmann seinen Beruf nicht mehr ausüben kann und eine leichtere, schlechter bezahlte Arbeit annehmen muss. Außerdem gibt es steuerfreie Schichtprämien für jede Schicht unter Tage, Förderung des Bergarbeiterwohnungsbaus und Sozialpläne bei Entlassungen.
Obwohl die Bedeutung des Bergbaus und sein Anteil am Bruttosozialprodukt der Volkswirtschaften weltweit abnimmt, haben sich im Bergbau in hohem Maße volkstümliche und religiöse Bräuche, Trachten und Uniformen, Lieder, Feste, Heimarbeiten entwickelt und bis heute erhalten. Jahrzehnte hat der Bergbau ganze Regionen, ihr Leben und ihren Alltag entscheidend geprägt, auch das der Nichtbergleute.